Hat Potenzial, welches leider nicht umgesetzt wurde

— feeling misdoubt
Royal, Band 1: Ein Leben aus Glas - Valentina Fast

 

 

 

 

 

 

 

Diese Reihe musste ich einfach beginnen, da ich sehen wollte, wie die Selection- Idee bei im.press umgesetzt wird :D

 

 

 

 

 

 

 

Titel: Ein Leben aus Glas
Autor: Valentina Fast
Verlag: im.press
Genre: Dystopie
Format: e-book
Seitenzahl: 197
Reihe: 1/6


 
 
 

Vier junge Männer, doch wer ist der Prinz?

Einst hatte es sich nur um eine idealistische Idee gehandelt: Viterra, das Königreich unter einer Glaskuppel, abgeschirmt von jeglichen Giftstoffen der Welt. Nun ist es der einzige Ort auf Erden, an dem die Menschen überlebt haben. Um die Bevölkerung bei Laune zu halten, findet dort alle zwei Jahrzehnte die große Fernsehshow zur Königinnenwahl statt. Aber diesmal ist alles anders. Diesmal will der Prinz ein Mädchen finden, das ihn um seiner selbst liebt. Vor den Augen des gesamten Königreichs soll die siebzehnjährige Tatyana zusammen mit den schönsten Mädchen des Landes um die Gunst vier junger Männer buhlen, von denen keiner weiß, wer der echte Prinz ist. Sie würde alles darum geben, nicht teilnehmen zu müssen. Aber auch sie kann sich dem Glanz eines Königslebens nur schwer entziehen …


 

 

Ganz ehrlich? Dieser im.press- Titel hat mich leider enttäuscht. Klar, die Idee war nicht neu und jeder assoziert sowohl das Cover als auch die Grundidee mit der Selection- Reihe (die mich übrigens auch nicht zu 100% überzeugt), aber dass dieses Buch dann so nah an besagter Reihe dran ist, war für mich ein gewaltiger Störfaktor. Aber alles der Reihe nach.

 

Zu Beginn der Geschichte habe ich noch geglaubt, dass sich alles in eine andere Richtung entwickeln würde und dass die Kuppel und der Fakt, dass sich die Mädchen zwischen vier Männern entscheiden müssen, mir dieses nervige Hin-und-her der Gefühle á la America-und-Aspen-oder-doch-Maxon ersparen würden... aber ne! Auch Tanya kann sich überhaupt nicht entscheiden, auch wenn mir von der ersten Begegnung an klar war, an wen sie ihr Herz verliert o.O

 

Und á propos Tanya und America: Letztere hat mich mit ihren unbedarften und unüberlegten Handlungen manchmal aufgeregt, aber Tanya ist noch schlimmer und hat mich zur Weißglut getrieben! Sie war unglaublich charakterschwach, kindisch und mir unsympathisch. Vielleicht kann ich aber nur diesen Typ Mädchen, der "ganz normal" ist, lieber Hosen als Kleider trägt, nicht tanzen kann und will und nicht merkt, dass sie hübsch ist, auch nicht mehr aushalten. Ich meine, warum kann ein Mädchen sich nicht auch mal bewusst sein, wie hübsch, klug oder interessant sie ist, ohne gleich die blonde Obertussi zu sein?!

 

Wahre Schönheit sieht man nicht, wahre Schönheit entspringt der Seele.

 

Leider waren auch die anderen Charaktere in meinen Augen nicht unbedingt besser. Ja, Fernand war ein echter Kumpel und Henry ein echter Gentleman, aber mir waren beide zu glatt. Ich weiß nicht, was genau mich so gestört hat, aber mir haben auf jeden Fall Ecken und Kanten gefehlt - ein Charakterzug, dass sie besonders macht. Tja, Ecken und Kanten hatte Philipp viele! Leider nur Ecken und Kanten, sodass ich ihn überhaupt nicht ausstehen kann. Dann wäre da noch Charles - ein Schürzenjäger, wie er im Buche steht... aber wenigstens hatte er eine Ausstrahlung und ist mir vermutlich der Liebste von allen. Zu den anderen Mädchen kann ich gar nicht viel sagen, außer, dass es die typischen Zicken und Tussis á la Selection sind und Claire, auch wenn sie eine liebe Seele ist, zu sehr die "typische beste Freundin", dass ich wegen ihr oft einfach nur die Augen verdreht habe.

 

Gerne würde ich jetzt sagen, dass die Geschichte es rausgerissen hat und mich absolut überzeugt hat... hat sie aber nicht. Halt! Welche Handlung??? Genau, die habe ich vergeblich gesucht und als ich gerade dachte, JETZT kommt´s, war das Buch vorbei. Einfach so.

 

Wahnsinn, gefühlt ist meine Rezension jetzt länger geworden als das Buch, hahaha! Nein, aber ich möchte trotzdem unbedingt drauf hinweisen, dass man sich bei diesem Buch seine eigene Meinung bilden sollte, da es ja recht unterschiedliche Rückmeldungen gab! Ich möchte mit dieser, zugegeben harten, Rezension auch niemanden verletzten, sondern lediglich meine Meinung darstellen ;)

 

 

Zu viel Selection- Ähnlichkeit und ansonsten von allem anderen zu wenig. Schade! Aber vielleicht überzeugen mich die weiteren Bände.

Das Cover gefällt mir außerordentlich gut, da es diesen Selection- Charme hat, nur ist mir das Mädchen (Tanya?) viel zu dünn und knochig -.-

Inhalt: 
Cover: 


 
Selection (Die) Elite (Das) Licht von Aurora Märchenhaft erwählt (Die) rote Königin
^^ mit einem Klick auf die Cover gelangt ihr zu den zugehörigen Rezensionen
 
 

Was sagt ihr, muss ein Mädchencharakter in dieser Art von Buch, in dem es um eine königliche Auswahl geht, wirklich so jungenhaft, unsicher und aus einer geselleschaftlich niedrigen Klasse sein? Oder darf es auch ein selbstbewusstes Mädchen sein, dass auch gerne Mädchen ist?

 
Ich persönlich würde mir mehr starke, selbstbewusste Mädchen wünschen, gerade als Charaktere solcher Bücher, die am Königshof spielen. Ich trage ja auch gerne Kleider, bin froh ein Mädchen zu sein, tanze gerne und halte mich nicht für hässlich - und bin trotzdem nicht überheblich und zickig... warum nicht auch in Büchern?


 

 
Quelle: http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2015/08/royal-ein-leben-aus-glas.html